Alternative zu DSL, Kabel und Starlink: 5G-Router im Vergleich

27.10.2026 27.10.2026, 11:12 Uhr aktualisiert

5G-Router-Homespot

Gründe für einen Internetzugang übers Mobilfunknetz gibt es viele: Entweder ist schlichtweg kein DSL oder Kabelempfang möglich, oder die angebotene Geschwindigkeit ist so gering, dass sie den Anforderungen nicht entspricht.

Die Lösung ist – neben dem erforderlichen Mobilfunktarif – ein 5G-Router. Natürlich könnte man auch mit einem Smartphone einen Hotspot aufmachen, doch als Dauerlösung spricht alles für einen richtigen Router: Bessere Antennen, weiter reichendes WiFi, zusätzlichen Anschlussmöglichkeiten und vieles mehr.

Wir vergleichen die stationären 5G-Router von Telekom, Vodafone, o2 und congstar sowie die frei erhältliche FritzBox 6850 5G. 

Die passenden Tarife findest du in unserem Homespot-Ratgeber.

5G-Router mit SIM-Karte: Die Modelle im Vergleich

Alle 5 Geräte unterstützen 5G und LTE. Die Tabelle zeigt die Ausstattung der genannten Modellvarianten – ältere Geräte mit ähnlichen Namen können andere Anschlüsse und Funktionen besitzen.

TelekomVodafoneo2congstarFreier Handel
RouterZowee 5G Supreme Port ProGigaCube 5GHomeSpot 5G DSTCL HH506FritzBox 6850 5G
ModellnummerH164-383MC888 UltraNCQ2200B2V-D112HH506VM6850 5G
Max. Mobilfunk-Download11,7 Gbit/s2,7 Gbit/sk.A.5,5 Gbit/s1,3 Gbit/s
Max. Mobilfunk-Upload2,5 Gbit/s0,3 Gbit/sk.A.k.A.0,6 Gbit/s
WLAN-StandardWi-Fi 7Wi-Fi 6Wi-Fi 6Wi-Fi 7Wi-Fi 5
LAN-Anschlüsse1 × 2,5 Gbit/s, 1 × 1 Gbit/s1 × 2,5 Gbit/s, 1 × 1 Gbit/s2 × 1 Gbit/s2 × 1 Gbit/s4 × 1 Gbit/s
Externe Mobilfunkantenne anschließbarJa, 2 × TS9NeinJa, 2 × SMANeinJa, 2 × SMA
Integrierte DECT-BasisNeinNeinNeinNeinJa, für bis zu 6 Schnurlostelefone
Anschluss für analoges TelefonJa, 1 × RJ11Ja, 1 × RJ11Ja, 1 × RJ11NeinJa, 1 Anschluss, wahlweise TAE oder RJ11
USB für Drucker oder SpeicherNeinNeinNeinNeinJa, 1 × USB 3.0

5G-Geschwindigkeit und WLAN: Was kommt tatsächlich an?

Ein 5G-Router verbindet 2 Funkstrecken: Über 5G oder LTE kommt das Internet ins Haus, über WLAN gelangt es zum Smartphone oder Laptop. Ein schneller WLAN-Standard hebt deshalb keine Tarifgrenze auf: Ist dein Internetzugang auf 100 Mbit/s begrenzt, macht Wi-Fi 7 daraus keinen Gigabit-Anschluss. Umgekehrt kann schwaches WLAN die Verbindung ausbremsen, obwohl der Router guten Mobilfunkempfang hat.

Auch die hohen Downloadwerte auf der Geräteverpackung sind keine Prognose für das, was am Ende auf deinem Endgerät ankommt. Neben dem Tarif beeinflussen unter anderem die verfügbare Netztechnik (LTE oder 5G), die Gebäudedämpfung und die Zahl gleichzeitiger Nutzer in der Funkzelle das Tempo.

Dir sind die Homespot-Tarife der Anbieter zu teuer? Dann passt vielleicht ein ganz normaler Unlimited-Handytarif für dich:

Besserer Empfang: Wo sollte der 5G-Router stehen?

Ein erhöhter, frei stehender Platz in Fensternähe ist ein guter Ausgangspunkt. Dicke Wände, Metallflächen und beschichtete Fenster können das Mobilfunksignal abschwächen. Probiere deshalb verschiedene Hausseiten und Ausrichtungen aus. Vermeide geschlossene Schränke und direkte Sonneneinstrahlung.

Vergleiche Download, Upload und Reaktionszeit am besten zu unterschiedlichen Tageszeiten. Wird die Verbindung vor allem abends langsamer, kann eine ausgelastete Funkzelle dahinterstecken. Empfangsbalken allein sagen wenig über das erreichbare Tempo aus. Einige Modell wie die FritzBox 6850 haben im Menü auch eine Ausrichthilfe, die die exakte momentane Signalstärke anzeigt. So kannst du durch Änderungen bei der Antennenausrichtung oder des Standorts genau bestimmen, wo der Router am besten stehen sollte.

Der beste Mobilfunkempfang bedeutet nicht automatisch gutes WLAN in allen Zimmern. Ein zusätzlicher WLAN-Zugangspunkt oder ein kompatibles Mesh-System kann die Abdeckung verbessern. wie immer gilt auch hier: ein einfacher Repeater halbiert unter Umständen die Datenrate, teurere Triband-Repeater oder Mesh-Systeme umgehen dieses Problem.

Wann lohnt sich ein 5G-Router mit externer Antenne?

Eine Outdoor-Mobilfunkantenne kann helfen, wenn das Signal draußen deutlich besser ist als im Gebäude. Sie lässt sich beispielsweise außen am Haus montieren und über Antennenkabel mit dem Router verbinden. Gegen eine überlastete Funkzelle oder eine Geschwindigkeitsbegrenzung im Tarif hilft sie dagegen nicht.

Welche Antennen angeschlossen werden können, findest du in unserer Übersicht, aber auch die Kabellänge beeinflusst das Ergebnis: Lange oder minderwertige Antennenkabel können einen Teil des Empfangsgewinns wieder aufzehren. Am Ende hast du so schlechteren Empfang als ohne Antenne.

Im Vergleich besitzen der Zowee-Router der Telekom, der o2 HomeSpot und die FritzBox 6850 5G entsprechende Buchsen. GigaCube MC888 Ultra und der TCL HH506 von congstar bieten ab Werk keine Anschlüsse für externe Mobilfunkantennen.

5G-Router ohne Vertrag kaufen oder beim Anbieter bestellen?

Ein Router vom Anbieter ist die bequemste Lösung: Gerät und Tarif werden zusammen angeboten, und bei Problemen gibt es einen einzigen Ansprechpartner. Rechne dir dabei aber stets die gesamten Hardwarekosten über die geplante Nutzungsdauer durch – also Einmalzahlung, Raten oder Miete.

Ein separat gekaufter 5G-Router gibt dir mehr Auswahl bei Ausstattung und Hersteller. Aber keine Sorge, die Inbetriebnahme ist kein Hexenwerk, du musst meist nur den Zugangspunkt des Anbieters, kurz APN, eingeben – oft passiert selbst das automatisch beim einlegen der SIM ins Gerät.

Nicht vergessen: Auch der laufende Stromverbrauch gehört zu den Kosten. Ein Gerät mit durchschnittlich 6 W benötigt bei durchgehendem Betrieb rund 53 kWh im Jahr. Bei angenommenen 0,35 €/kWh entspricht das etwa 18 € jährlich.

Häufige Fragen rund um 5G-Router
Was unterscheidet einen 5G-Router von einem Homespot?

Ein 5G-Router ist das Gerät, das die Internetverbindung über das Mobilfunknetz herstellt. „Homespot“ bezeichnet meist eine Internetlösung für zuhause aus Mobilfunktarif und Router. Mobilfunkrouter ist der Oberbegriff und umfasst sowohl LTE- als auch 5G-Geräte.

Funktioniert ein 5G-Router auch ohne 5G-Empfang?

Ja, alle hier verglichenen Modelle unterstützen zusätzlich LTE. Ist kein nutzbares 5G-Netz verfügbar, können sie darüber ins Internet gehen. Ein reiner LTE-Router lässt sich dagegen nicht allein durch einen 5G-Tarif zu einem 5G-Gerät aufrüsten.

Kann ich meinen bisherigen DSL-Router weiterverwenden?

Als eigenständiger 5G-Router funktioniert ein DSL-Gerät ohne Mobilfunkmodem nicht. Je nach Modell lässt es sich aber hinter einem 5G-Router weiterbetreiben, beispielsweise als WLAN-Zugangspunkt. Ob und wie das möglich ist, hängt von den Anschlüssen und Betriebsarten des bisherigen Routers ab.

Kann ich einen stationären 5G-Router beim Camping nutzen?

Mit geeigneter Stromversorgung ist das grundsätzlich möglich. Zusätzlich muss der Tarif die Nutzung am jeweiligen Ort erlauben. Die hier verglichenen Geräte benötigen eine externe Stromversorgung; für den Betrieb ohne Steckdose sind mobile WLAN-Router mit Akku praktischer.

Kann ich eine normale Handy-SIM im 5G-Router verwenden?

Technisch funktioniert das häufig, wenn SIM-Karte und Router kompatibel sind und die Zugangsdaten stimmen. Ob die Nutzung erlaubt ist und welche Leistungen verfügbar sind, hängt vom Tarif ab. Telefonie funktioniert nicht automatisch, nur weil die SIM einen Handytarif mit Telefon-Flatrate enthält.

Ist ein 5G-Router besser als ein Smartphone-Hotspot?

Für gelegentliches Surfen reicht oft der Smartphone-Hotspot. Ein stationärer 5G-Router ist bei dauerhafter Nutzung praktischer: Er bleibt zuhause verfügbar, bietet LAN-Anschlüsse und je nach Modell externe Antennenanschlüsse. Auch die internen Antennen sind oft besser als beim Smartphone. Schneller ist er nicht zwangsläufig – das hängt auch vom Modem, Standort und Tarif ab.

Eignet sich ein 5G-Router für Online-Gaming?

Ja, wenn die Verbindung ausreichend stabil ist und niedrige Reaktionszeiten liefert. Verbinde die Konsole oder den PC möglichst per LAN, um zusätzliche WLAN-Schwankungen zu vermeiden. Manche Mobilfunktarife schränken durch gemeinsam genutzte öffentliche IP-Adressen bestimmte Mehrspielerfunktionen oder das Hosten eigener Spiele ein. Eine Portfreigabe im Router allein behebt das nicht.

Bildquellen: KI-generiertes Symbolbild